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Ausstellung der Hochschule München zeigt Stimmen von Geflüchteten und Bewohnern aus Holzkirchen

[11|07|2016]

Im Rahmen eines Praxisprojekts hat ein Team der Hochschule München von der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften des Masters „Gesellschaftlicher Wandel und Teilhabe“ eine bebilderte Ausstellung mit dem Titel „Zivil? – Courage!“ erarbeitet, die am SommerZauber am 15. Juli 2016 in Holzkirchen zu sehen sein wird.
Siehe auch =>SommerZauber

Die Ausstellung zeigt die Geschichten von fünf geflüchteten Menschen aus Somalia, Eritrea, Pakistan und Afghanistan, die in Holzkirchen leben, sowie die Geschichten von Helfern und Bewohnern der Gemeinde. Die Ausstellung schlägt eine Brücke zwischen den Geflüchteten als neuen Holzkirchnern, dem Helferkreis, Bürgerinnen und Bürgern sowie Hauptamtlichen, die mit den Geflüchteten arbeiten. Deshalb wurden neben den Geflüchteten auch Engagierte aus dem Helferkreis, eine Bürgerin und eine Security-Fachkraft aus der Traglufthalle interviewt.
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Das Forschungsteam - bestehend aus Sinemis Batir, Christoph Geigl, Angelika Renz, Elena Weigand, Sophie Zinser unter der Leitung von Prof. Dr. Claudia Ueffing - hat mittels qualitativer Interviews herausgearbeitet, welche Fragen und Themen für die Geflüchteten, die Bürger von Holzkirchen und weitere beteiligte Akteure von Bedeutung sind. Durch diesen offenen Zugang können die tatsächlichen Chancen und Herausforderungen des Alltags und der Arbeit identifiziert werden. Zudem sollen die Geflüchteten mittels Biographiearbeit und narrativen Interviews ein Gesicht bekommen, Fremdheit abgebaut und die Anonymität der neu Angekommenen minimiert werden. Dies gelingt durch Ausschnitte aus dem individuellen Leben und Erfahrungen aus dem Heimatland, der Flucht und dem Leben in Deutschland sowie Einblicke in deren Alltag. Die Darstellung der Menschen und ihrer Themen adressiert jedoch nicht nur die Geflüchteten, sondern weitere Ebenen wie insbesondere die Helfer und Bürger, was einerseits die Komplexität des Themas ‚Integration‘ abbildet und andererseits die Originalität der Ausstellung ausmacht.