Care aus der Haushaltsperspektive.

„Care aus der Haushaltsperspektive. Das Beispiel Pflege alter Menschen in der Großstadt“


Projektträger


Das Projekt ist ein Teilprojekt von insgesamt 12 Teilprojekten des Bayerischen Forschungsverbundes ForGenderCare. Der Forschungsverbund ForGenderCare untersucht den Zusammenhang von Gender (Geschlecht) und Care (Fürsorge) theoretisch wie empirisch vor einem interdisziplinären Horizont. Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst fördert ForGenderCare mit 3,2 Mio. Euro für eine Laufzeit von 4 Jahren (2015 - 2019)


Projektleitung:
Prof. Dr. Gerd Mutz (Hochschule München)
Prof. Dr. Maria Rerrich (Hochschule München)
Birgit Erbe (Frauenakademie München FAM)


Abstract:
In privaten Haushalten wird ein Großteil der Fürsorgetätigkeiten für alte Menschen erbracht, wie es das wohlfahrtsstaatliche Subsidiaritätsprinzip vorsieht.
Das Forschungsprojekt ‚Care aus der Haushaltsperspektive - das Beispiel der Pflege alter Menschen in der Großstadt‘ nimmt private Haushalte, in denen alte Menschen in München versorgt werden, in den Blick. Dabei liegt der Fokus auf der gepflegten Person und den Personen, die in der häuslichen Fürsorge alter Menschen eingebunden sind. Dazu gehören neben Familienmitgliedern auch Personen aus dem Freundschafts- und Kollegenkreis, aus der Nachbarschaft, aus dem ambulanten Pflegedienst sowie Haushaltsarbeiter_innen und freiwillig Engagierte. Sie alle bilden ein sorgendes Netz – ein sog. Care-Arrangement, das eine eigene Logik aufweist, je nach Akteurskonstellation, Sorgebedarf, vorhandenen Ressourcen und Beziehungsdynamiken u.a.m.
Untersucht werden das individuelle sowie das gemeinschaftliche Tun, die Vernetzung sowie das Zusammenwirken von sozialen, zeitlichen, räumlichen, sachlichen, emotionalen und sinnhaften Dimensionen der Alltagsgestaltung in häuslichen Care-Arrangements.


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