Forschungsbereiche

Bildung, Kultur und Medien
Lehren und Lernen verändert sich derzeit in allen Bildungssektoren, zum Teil ausgelöst durch gesellschaftliche Wandlungsprozesse, zum anderen Teil durch die immer breitere Verfügbarkeit digitaler Medien. An der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften wird unter anderem untersucht, wie Lehr-/Lernszenarien mit digitalen Medien unterstützt werden können. Forschungsfelder sind das betriebliche Kompetenzmanagement im Rahmen von Industriekooperationen oder die Implementierung innovativer internetbasierter Studienangebote.
Für weitere Informationen:
Prof. Dr. Patricia Arnold
Prof. Dr. Andreas de Bruin
Prof. Dr. Peter Dürr
Prof. Dr. Burkhard Hill


Soziale Ungleichheit, Arbeitslosigkeit, Armut und Prekarisierung
Die komplexer werdenden Strukturen moderner Gesellschaften verlangen von Sozialer Arbeit sowohl einen vielschichtigeren Blick auf alte Phänomene wie Arbeitslosigkeit und Armut als auch wachsende Sensibilität für neue Formen von Benachteiligung. Aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen, die in der sozialwissenschaftlichen Diskussion mit Schlagworten wie Individualisierung sozialer Ungleichheit, Prekarisierung und Exklusion thematisiert werden, bilden einen Schwerpunkt unseres empirischen Interesses. Die Nähe der Sozialen Arbeit zu sozial benachteiligten gesellschaftlichen Gruppen nutzen wir bewusst als Chance für erfahrungsgesättigte Forschung und Theoriebildung ebenso wie für die praxisbezogene Auseinandersetzung mit einschlägig arbeitenden Akteuren in Politik und Öffentlichkeit.
Für weitere Informationen:
Prof. Dr. Christian Janßen
Prof. Dr. Gabriela Zink


Sozialraum, Gemeinwesen und Lokale Ökonomie
Im Zentrum dieses Feldes stehen sozialökonomische Forschungs- und Entwicklungsstrategien, die sich mit Fragen der residenziellen Segregation sowie der zunehmenden Polarisierung innerhalb der Stadtgesellschaften und deren neuen räumlichen Konzentrationsmustern, insbesondere die Gruppen sozial Benachteiligter betreffend, befassen. Darüber hinaus gilt es, die Voraussetzungen zur aktiven Veränderung der Gemeinwesen angesichts des demographischen Wandels und der Erfordernisse nachhaltiger Entwicklung zu schaffen. Nicht nur die Erfassung von Daten und Fakten, sondern die Bewältigungsstrategien von Menschen in Gemeinwesen spielen eine zentrale Rolle. Forschung und Entwicklung im Gemeinwesen integriert deshalb die Perspektive und Expertise der Betroffenen und ist bemüht, gemeinsam mit ihnen Veränderungsprozesse in Gang zu setzen.
Für weitere Informationen:
Prof. Dr. Annegret Boos-Krüger
Prof. Dr. Constance Engelfried
Prof. Dr. Angelika Iser
Prof. Dr. Tilo Klöck
Prof. Dr. Cordula Kropp
Prof. Dr. Martina Wegner


Gesundheit, demographischer Wandel und Pflege
Der soziale, epidemiologische und demografische Wandel unserer Gesellschaft ist mit einer Vielzahl bislang nur unzureichend beantworteter Fragen verknüpft. Die Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften identifiziert in Forschung und Lehre aktuelle und zukünftige Handlungszwänge, die aus diesen Veränderungen resultieren. Durch einen intensiven Theorie-Praxis-Transfer werden Herausforderungen aufgegriffen und durch empirische Untersuchungen und wissenschaftliche Diskurse auf mögliche Handlungsempfehlungen hin untersucht. Dabei stehen unter anderem Anforderungen an eine passgenaue, qualitativ hochwertige und bezahlbare Unterstützung und Versorgung insbesondere älterer Menschen im Vordergrund. Durch die Öffnung der Fakultät für die Gesundheitsberufe werden in Zukunft vor allem Schnittstellen zwischen den Bereichen Soziales und Gesundheit bearbeitet. Die zukunftsorientierte Berufungspolitik von ProfessorInnen an die Hochschule München hat dafür die notwendigen Voraussetzungen geschaffen.
Für weitere Informationen:
Prof. Dr. Peter Buttner
Prof. Dr. Angela Gosch
Prof. Dr. Christian Janßen
Prof. Dr. Stefan Pohlmann


Gender Studies
Gender stellt in der angewandten Sozialforschung eine zentrale Qualitätsdimension dar, die sich erfolgreich als Fachstandard etabliert hat. Es wird davon ausgegangen, dass Gender eine soziale Ordnungskategorie ist, die Differenzen und Ungleichheiten im Kontext kultureller Praxen kreiert. Weitreichende Theoriekonzepte wurden seit den Anfängen der Frauenforschung in den 70er Jahren weiterentwickelt, neue Fragestellungen werden in Zeiten des doing gender von ForscherInnen bearbeitet, Debatten um Methodologie und Methode werden engagiert in den Gender Studies geführt. An der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften werden insbesondere jene Diskurse forschend weiterentwickelt, die für die inhaltliche und curriculare Weiterentwicklung der Studiengänge sowie für die Praxis bedeutsam sind.
Für weitere Informationen:
Prof. Dr. Constance Engelfried
Prof. Dr. Maria Rerrich
Prof. Dr. Gerd Stecklina


Zivilgesellschaft, bürgerliches Engagement und Zukunft der Arbeit
Mit der zunehmenden Stärkung des zivilen Sektors in nachindustriellen Gesellschaften sprengt die Soziale Arbeit heute ihren die Fesseln der überwiegend staatlichen Rahmung. Damit wird Soziale Arbeit zu einer Form gesellschaftlicher Arbeit, die zunehmend von marktwirtschaftlichen, zivilgesellschaftlichen und solidarischen Logiken geprägt ist. Im Mittelpunkt dieses Forschungsbereichs stehen die zukünftige Entwicklung von Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Demokratie. Dabei geht es um die Frage, in welcher Weise BürgerInnen das gesellschaftliche Umfeld gestalten können und sich zivilgesellschaftliche und solidarische Beteiligungsformen durchsetzen. Der Forschungsbereich „Zivilgesellschaft“ stellt zudem den Kern des Center of Civic Studies dar. Das Forschungszentrum der Fakultät 11 verbindet Forschung, Lehre und Praxis. Darüber hinaus kooperieren seine Mitglieder mit Partnern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene.
Für weitere Informationen:
Prof. Dr. Gerd Mutz
Prof. Dr. Martina Wegner


Forschung & Publikationen

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