Bachelor Management Soziale Innovationen
Studienziel
Der Studiengang Management Sozialer Innovationen reagiert auf den gesellschaftlichen Innovationsbedarf der nächsten Jahre und Jahrzehnte. Nachhaltige Veränderungen werden in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen notwendig. Hierfür gilt es eine Balance zwischen dem Erhalt lebensdienlicher Strukturen und zielgerichteter Fortentwicklung zu finden. Innovationen werden bislang häufig nur nach technischen oder betriebswirtschaftlichen Kriterien gestaltet. Zukunftsaufgaben entstehen aber zunehmend im gesellschaftlichen Bereich, der zudem für technische und organisatorische Problemlösungsangebote gewonnen werden muss.
Der Studiengang qualifiziert Fachkräfte, die soziale Innovationen anregen, begleiten, beteiligungsorientiert steuern und evaluieren können. Er vermittelt grundlegendes Fachwissen, um Innovationspotenziale ermitteln und einschätzen zu können. Es werden praxisnahe Handlungsstrategien erprobt, um die Diffusion neuer Lösungsansätze innerhalb bestehender oder zu gründender Organisationen zu forcieren. Schwerpunkte der wissenschaftlichen Methodenausbildung bilden die empirische Sozial- und Zukunftsforschung, Kommunikationswissenschaften, Soziologie, strategisches Management, Wissensorganisation, Social Entrepreneur- ship, Organisations- und Gemeinwesenentwicklung.
Durch das Zusammenspiel theoretisch fundierter Inhalte und praxisorientierter Ausbildungsteilen wird ein ganzheitliches Kompetenzprofil geschaffen:
Die Absolvent/-innen werden zur Übernahme von Funktionen in der Entwicklung, Planung und Durchführung von Transformationsprozessen in Organisationen sowie deren Beratung qualifiziert. Diese Organisationen umfassen privatwirtschaftliche Unternehmen, soziale, politische und kulturelle Institutionen sowie Einrichtungen der Bildungsarbeit und Stiftungen. Des Weiteren werden die Grundsteine für eine Laufbahn als selbstständige Innovatoren gelegt.
Herausforderungen
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts befinden sich unsere westlichen Gesellschaften in fast allen Lebensbereichen an Scheidepunkten für die weitere Entwicklung. Diese sind maßgeblich geprägt durch das Spannungsfeld zwischen den Möglichkeiten, die sich durch den wissenschaftlich-technologischen Fortschritt ergeben, und den Grenzen, die mit diesem Fortschritt im Zusammenhang gesehen werden und sich in negativen sozialen und ökologischen Konsequenzen äußern.
Aus dem Spektrum der Herausforderungen sind einige zu nennen, die besonders deutlich machen, welche grundlegenden Veränderungen die gesellschaftliche Entwicklung beeinflussen und ein sozialwissenschaftliches Innovationsmanagement erforderlich machen: Klimawandel und der Abschied vom fossilen Zeitalter werden nur zu meistern sein, wenn wir eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung konsequent verfolgen, neue Wohlstands- und Konsumkonzepte in partizipativen Prozessen entwickeln und die Gesellschaft, ihre Institutionen und das politische System soziale Innovationen kreieren.
Die Globalisierung der Märkte greift auf immer mehr Bereiche über und verändert die Arbeitsorganisation, die Leitbilder und die lokalen Bedingungen. Der Entgrenzung von Finanz-, Produktions- und Absatzmärkten folgen zusehends auch die Arbeitsmärkte mit Auswirkungen auf die Mobilität und die Struktur von Arbeit.
Verschiebungen in der Arbeitsteilung und brüchige Erwerbsbiografien, veränderte Rollenverteilungen in der Familie sowie neue Bildungswege und -schwerpunkte sind die Folge. Auch im an Erwerbsarbeit gekoppelten System der sozialen Sicherung wie im Gesundheitsbereich und im regionalen Ausgleich sind tiefgreifende Reformen notwendig, um auf zukünftige Herausforderungen wie den fortschreitenden demographischen und strukturellen Wandel reagieren zu können.
Im digitalen Zeitalter wandelt sich durch die Vielfalt neuer Kommunikations- und Lernmöglichkeiten auch der Bildungsbereich. Klassische Bildungsinstitutionen verlieren an Bedeutung, wenn es ihnen nicht gelingt, auf die Individualisierungswünsche der Nachfrager in Bezug auf Lernkontexte und Lerninhalte einzugehen.