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Dokumentation BEKI Exkursion Dublin/Helsinki SoSe18

[28|06|2018]

Die Beki-Studierenden (Bildung und Erziehung im Kindesalter) der Hochschule München hatten die einmalige Gelegenheit internationale Bildungserfahrungen zu sammeln. Vom 22. bis 28.4.2018 besuchte jeweils eine Teilgruppe für die Kindheitspädagogik relevante Einrichtungen in Helsinki und in Dublin.


Dort konnten sie mit Fachkräften und Experten aus verschiedenen Bildungsbereichen in den pädagogischen Austausch gehen, um die eigenen Standards zu hinterfragen und neu zu sortieren.
Es wurden unter anderem Ausbildungsstätten, Kindertageseinrichtungen, Universitäten und andere Institute des Bildungs- und Sozialversicherungssektors besucht.
Zu Beginn der Reise brachten die Studierenden viele Erwartungen und Vorannahmen mit auf den Weg, die teilweise bestätigt und teilweise widerlegt wurden. Am signifikantesten war, dass trotz der geringen Finanzierungsmittel im sozialen Bereich, ein sehr hoher Betreuungsschlüssel in Kindertageseinrichtungen gegeben war. In Deutschland liegt dieser bei 1:11 (eine Fachkraft für Elf Kinder). In Helsinki liegt dieser bei 1:7 und in Dublin bei 1:8. Weiterhin positiv aufgenommen wurde das hohe Engagement bei geringer Vergütung. Der fortschrittlich ausgebaute Einsatz von neuen Medien beim Personal sowie bei den Kindern kann durchaus zum Vorbild genommen werden.
Neben den positiven Eindrücken fielen einige Aspekte auf, bei denen Deutschland im Vergleich besser abschneidet. So wird hier viel Wert auf eine kindzentrierte Pädagogik gelegt, in Irland muss sich dies noch stärker in den Einrichtungen etablieren. Deutschland investiert von Jahr zu Jahr mehr in Bildung. In Irland stagniert die finanzielle Förderung des Bildungssektors und in Finnland nimmt diese stetig ab. Im Vergleich zu Irland zeigt sich dies in Deutschland durch eine Fülle an hochwertigem Spielzeug sowie größere Räume und begrünte Außenanlagen. Des Weiteren besteht der Eindruck, Deutschland habe sogar das Potential Finnland, den jahrelangen Spitzenreiter der Pisa Studien, in naher Zukunft zu überholen. Dies zeigen nicht nur die Pisa Studienergebnisse, auch der Stellenwert von Bildung und Erziehung in der Politik der jeweiligen Länder spiegelt sich in der Förderung dessen wieder. Trotz allem kann sich Deutschland bezüglich des Betreuungsschlüssels, der hohen Feinfühligkeit des Personals und der Mediennutzung in den Kitas an den besuchten Ländern orientieren.
Abschließend lässt sich festhalten, dass die Auslandsexkursion als fester Bestandteil des Curriculums, für alle Teilnehmer äußerst bereichernd war. Durch den direkten Einblick in die pädagogische Arbeit der beiden Länder, konnte jede/r Studierende für sich aber auch im Plenum die eigene Haltung und Handlungsstrategien reflektieren und sich im Sinne der Professionalisierung als KindheitspädagogInnen weiterentwickeln.